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There
is no border, there is no border, there is no border,
no border, no border,
no border,
I wish*
1. September
– 14. Oktober 2007 |
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Sonja Gangl, THE END_111, 2005 |
Guillermo Kuitca, Das Lied von der Erde, 1990
Foto: Peter Schaelchli, Zürich, Courtesy Daros-Latinamerica Collection, Zürich |
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Sonja Gangl
THE END_10, 2003
THE END _111, 2005
THE END _1110, 2007
In der Serie THE END
von Sonja Gangl geht es um die Schlussbilder von Filmen, in die oftmals
der Schriftzug „Ende“ eingeblendet wird. Gangl hat
diese
Schlussbilder in minutiöser Arbeit nachgezeichnet und
verdichtet
im Medium Zeichnung einen gegenläufigen Prozess zur
Geschwindigkeit des Films. Zugleich evoziert sie interessante Fragen zu
einem filmischen Thema, wie Claus Philipp in Bezug auf Gangls Arbeiten
feststellt:
„Im Zuge einer historischen Phänomenologie
filmischer
Dramaturgien wäre es einmal interessant nachzufragen, wie das
mit
‚The End’ eigentlich begonnen hat. Ist dieser
unzählige Male neu entworfene, variierte, projizierte
Schriftzug
entstanden zur besseren Orientierung eines noch ungeübten
Publikums? Verdankt er sich der Befriedigung von Künstlern,
Handwerkern, Produzenten, die endlich ein weiteres Werk zum Abschluss
gebracht haben? Unterstreicht, wer ‚The End’
einblendet,
ein Finale, dem man sich bestenfalls entziehen kann, indem man den
Kinosaal zwar durch die Hintertür verlässt, Minuten
später aber wieder betritt? Wer heute über
‚The
End’ spricht, gerät möglicherweise auf
heillos
melodramatische Pfade. Wer ‚The End’ zitiert, denkt
oft
noch einmal mögliche Anfänge mit. Wer −
siehe David
Lynchs ‚Lost Highway’ − zu einem Ende
kommt, das
gleichzeitig der Anfang ist, erzeugt End-Losigkeiten. Nicht selten wird
heute der ehemals gebräuchliche Vorspann zum
Nachspann.“
Die in der Ausstellung gezeigten Schlussbilder stammen aus den Filmen Lost Highway von
David Lynch, 1997, Summer
of Sam von Spike Lee, 1999, und To Have and Have Not
von Howard Hawks, 1944. |
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Guillermo Kuitca
Das Lied von der Erde, 1990
Guillermo Kuitca malt einen quadratischen Ausschnitt einer Landkarte
einer Region in China, ein sprachpoetisch gefasstes Fragment der Welt,
das zugleich die Anmutung eines Möbelstücks hat, denn
der
Bildträger ist eine Matratze.
Mit dem Titel „Das Lied von der Erde“ bezieht sich
Kuitca
auf den sinfonischen Liederzyklus, den Gustav Mahler 1908-1909 auf
Nachdichtungen altchinesischer Lyrik komponierte.
„Das Bett, dieses Quadrat“, sagt Kuitca,
„war die
Welt, in der ich lebte. Wir Menschen leben in einem Bett, es ist unser
erster geografischer Raum, das Allernächste, das Privateste,
es
kann ein Einzelbett oder ein Doppelbett sein, aber irgendwie ist es
unsere Erde. Diesen physischen Raum zum Äußersten,
der
Landkarte − ein externer Raum, der ganz offensichtlich auch
ein
sozio-politischer Raum, der Raum von Anderen ist, − zu
bringen,
bedeutete zwei Extreme miteinander zu verbinden. Es gab einen Abgrund
zwischen dem Bett als Territorium und der Landkarte als
Territorium.“
In: Guillermo Kuitca.
Das Lied von der Erde,
daros-latinamerica, Ostfildern 2006
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Galerie
im Taxispalais Maria-Theresien-Str. 45 A-6020 Innsbruck
Öffnungszeiten: Di-So 11-18, Do 11-20 Uhr LeseRAUM:
Di-So 11-18, Do 11-20 Uhr
T +43/512/508-3172, -3173 F 508-3175 taxis.galerie@tirol.gv.at |
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